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ZAB bietet ab sofort Qualifizierung für Pflegepersonal in Notaufnahmen

Gütersloh, 20. Dezember 2018 – Nicht nur an den Weihnachtstagen ist die Situation in den Notaufnahmen der deutschen Kliniken dramatisch. Immer mehr Patienten suchen die Notaufnahmen auf, die Wartezeiten sind lang und es kommt vermehrt zu Aggression, Beschimpfungen und sogar Gewalt. Die Notaufnahmen arbeiten oftmals am Limit – zudem steigen auch die Anforderungen in diesem anspruchsvollen Arbeitsfeld. Um hier für kompetente Entlastung zu sorgen, qualifiziert die Zentrale Akademie für Berufe im Gesundheitswesen (ZAB) GmbH Gesundheits- und Krankenpfleger für die Arbeit in den Notaufnahmen der Krankenhäuser. Die erforderliche Anerkennung als Weiterbildungsstätte hat die ZAB im Oktober 2018 erhalten. “Unsere Fachweiterbildung Notfallpflege vermittelt berufserfahrenen Pflegefachkräften die pflegerischen Kompetenzen, die in der Notaufnahme gebraucht werden“, erläutert Andrea Kampmann, Leiterin Fort- und Weiterbildung an der ZAB. „Das Anforderungsprofil dort ist besonders hoch, Pflegende benötigen eine strukturierte Fachweiterbildung, um dem optimal gerecht zu werden.“

Das Pflegepersonal ist im Alltag der Notaufnahmen an vielen kritischen Stellen im Einsatz. So müssen die Pflegekräfte zunächst den oft schwierigen Erstkontakt mit dem Patient gestalten und seine Behandlungsdringlichkeit einschätzen; sie müssen direkt pflegerisch intervenieren, demenziell erkrankte Personen versorgen oder Patienten mit Gewalt- und Missbrauchserfahrung professionell begegnen. Das Curriculum der Fachweiterbildung basiert auf den Empfehlungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und umfasst neben 720 Stunden Theorie auch 1.800 Stunden Praxis unter Anleitung. 

Im Dezember konnten nun in Gütersloh die ersten 20 Teilnehmer eines Anerkennungslehrgangs ihre Prüfungen erfolgreich absolvieren. „Wir freuen uns für die 20 Absolventen“, sagt Andrea Kampmann, „und hoffen gleichzeitig darauf, dass die Politik endlich die richtigen Impulse für eine langfristige strukturelle Verbesserung der Situation in den Klinken schaffen wird.“