11 Apr

ZAB setzt Ausbildungsreform um

Die ZAB GmbH in Gütersloh wird die Struktur ihres bisherigen Ausbildungsangebotes „Gesundheits- und Krankenpflege“ komplett überarbeiten, um die im Bundestag beschlossene Ausbildungsreform in der Pflege schnellstmöglich umzusetzen. Die große Koalition aus SPD und CDU hatte sich in der vergangenen Woche im Rahmen eines Kompromissverfahrens auf die Reform der Pflegeausbildung geeinigt. Demnach wird eine sogenannte „generalistische“ Pflegeausbildung eingeführt, in deren Rahmen Auszubildende das gesamte Spektrum pflegerischer Kenntnisse erwerben – inklusive Kompetenzen in der Kinder- und Altenpflege – um dann zur professionellen Pflege von Menschen aller Altersgruppen in allen Einrichtungen befähigt sein. Die Pflegefachkräfte werden künftig auch zur selbständigen Ausübung der Heilkunde qualifiziert und erhalten die Möglichkeit, eine grundstämmige akademische Laufbahn einzuschlagen. Damit soll nicht nur die Ausbildung, sondern vor allem die Ausübung des Pflegeberufs eine erhebliche Attraktivitätssteigerung erleben.

„Wir begrüßen die generalistische Pflegeausbildung ausdrücklich, weil sie den Pflegeberuf stärkt und beruflich Pflegenden neue und bessere Perspektiven eröffnet“, sagt Andreas Westerfellhaus, Geschäftsführer der ZAB GmbH. „Die gemeinsame Pflegeausbildung wird ein einheitliches Berufsbild vermitteln und darauf aufbauend Spezialisierungen fördern. Das ist ein guter Weg zur weiteren Professionalisierung des Pflegeberufs.“ Die generalistische Pflegeausbildung wird zur Leitidee der Pflegeausbildung, auch wenn es weiterhin Sonderregelungen geben soll. So sollen etwa die bisherigen Ausbildungsberufe „Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“ sowie „Altenpflege“ „integriert“ unterrichtet werden. Azubis können hier nach zwei Jahren gemeinsamen Lernens eine Entscheidung treffen, ob sie ebenfalls den neuen generalistischen Abschluss oder einen Einzelabschluss zum Kinder- oder Altenpfleger ablegen wollen. 

Das neue Gesetz soll bereits ab 2019 umgesetzt werden. An der ZAB beginnen daher sofort intensive konzeptionelle Vorbereitungen, um die Frühjahr 2019 startenden Ausbildungsjahrgänge generalistisch ausbilden zu können. Dazu müssen neue Inhalte in das Curriculum integriert und neue Kooperationen angebahnt werden. „Wir öffnen uns nun ganz aktiv für weitere Kooperationen mit Ausbildungspartnern der Region“, erläutert Andreas Westerfellhaus. „Sie sind erforderlich, damit wir die Praxisanteile der neuen Ausbildung, etwa in der Heilkunde oder in der  Kinderkranken- und Altenpflege, auch praktisch vermitteln können.“ 

Die ZAB GmbH bietet seit dem Jahr 2000 als selbstständige Akademie rund 400 Ausbildungsplätze in den Gesundheitsberufen, sowie in Partnerschaft mit der FH Bielefeld eine duale Ausbildung als weiteren Zugang zum Pflegeberuf. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Qualifizierung von Pflege- und Gesundheitsberufen sowie über eine optimale Lern-Ausstattung.